Nostalgie

Die Anfänge...
Es war einmal...Ende der 80er Jahre, in einer Zeit, in der Computer noch als komplexe und wahnsinnig teure Maschinen galten und die Bedienung derselben nur "Freaks" vorbehalten war, die (je nach Zeit und Lust) wahre Kunststücke vollbringen konnten.

Bereits zu dieser Zeit, als die ersten XT-Rechner Einzug in den Privathaushalt erhielten, war mir klar, dass ich früher oder später mit Computern arbeiten wollte.

Nachdem ich meine ersten Gehversuche auf einem



und später auch auf einem Genie IIIs gemacht hatte, bekam ich einen 80286, mit 20 Mhz und einer 40 MB MFM-Festplatte.
Angeschlossen war ein EIZO-Monitor 9070s und ein EPSON LQ 1050+. Zumindest für die damalige Zeit zwei besonders gute Geräte.


Die Programmierung...
Auf die Dauer war die alleinige Bedienung eines Computers bzw. der Einsatz von fremder Software aber langweilig, so dass man sich langsam an die Programmierung herantraute.
Ich begann bereits relativ früh mit "RDL Basic", das ich auf den Disketten der Genie-Rechner gefunden hatte. Später wurde aber MS-QuickBasic für mich zur Herausforderung, da damit Programme möglich waren, von denen ich mit "RDL Basic" nur träumen konnte.


Michael Weber
Ein wahrer Programmier-Crack war Michael Weber, mit dem ich mich später zusammengetan habe, um Software zu erstellen. Zugegebenermassen waren meine Programmierkenntnisse im Vergleich zu denen von Michael eher lächerlich, denn ausser ein bisschen QuickBasic konnte ich nichts.
Michael dagegen war fit in QuickBasic, Pascal und Assembler.
Deshalb begnügte ich mich damit, seine Software zu testen, mir neue Funktionen auszudenken und die Programme der Öffentlichkeit zu präsentieren.


Unsere/meine Programme
Das erste ernsthafte Gemeinschafts-Projekt von A&W ("Amelsberg & Weber") war die "SuperLib": eine ASSEMBLER-Bibliothek für QuickBasic, mit der sehr schnelle Programme erstellt werden konnten.
Die DEMO zur Superlib läuft heute sicher nicht mehr so, wie es damals angedacht war, aber falls jemand Interesse hat: Download (ZIP; ca. 80 KB)

Mit Hilfe der Superlib und vielen Tipps von Michael habe ich auch selber einige Programme auf den Markt geworfen:

Play & Win - ein Programm, das Cheats zu Spielen anbot: Download (ZIP; ca. 210 KB)

MegAdress - eine einfache, aber sehr effiziente Adressenverwaltung: Download (ZIP; ca. 135 KB)

SiDaMart - die "Simpsons Datenbank": Download V1.6 (ZIP; ca. 960 KB)

SiDaMart - die "Simpsons Datenbank": Download V2.0ß (ZIP; ca. 1.6 MB)


DINO-Star
Als im Jahr 1993 der Film "Jurassic Park" herauskommen sollte, hatte ich die Idee zu einem "Dino-Programm". Es war geplant, eine Art Dino-Lexikon zu erstellen; natürlich unterstützt durch viele Bilder.
Das Programm dazu war relativ schnell fertig, doch die Erfassung der Daten und auch das Einscannen der Dino-Bilder dauerte viele Tage und Nächte.

Auch damals gab es natürlich schon das Copyright, so dass ich mich um die Rechte zu den Bildern gekümmert habe. Wir wollten die Bilder aus einem Buch des Carlsen Verlags nutzen und nur(?) 3 Wochen nach unserer Anfrage wurde uns mitgeteilt, dass der englische Verlag Templar Publishing das Copyright für die Bilder hatte.

Also schrieben wir auch diesen Verlag an und nach 8 Wochen bekamen wir eine Antwort: wir sollten "nur" eine Gebühr von 6000 Pfund (rund 9.000 Euro) zahlen.

Das konnten wir uns natürlich nicht leisten und wir schlugen vor, einen gewissen Betrag pro verkaufte Version an Templar Publishing abzugeben. "No problem" hiess es: mit 5 Pfund pro verkaufte Version wäre der Verlag einverstanden.

Das war zwar relativ viel Geld, aber es blieb uns nichts anderes übrig, so dass wir einwilligten. Leider reagierte der Verlag dann nicht mehr auf unsere Briefe. Das Projekt "DINO-Star" starb, bevor es überhaupt richtig angefangen hatte, denn ohne Genehmigung konnten wir die Bilder nicht nutzen und ohne Bilder wäre das Programm nicht zu verkaufen gewesen.

Das DEMO-Programm habe ich immer noch: Download (ZIP; ca. 20 KB)


FileMaster
Als ich Michael 1995 bat, eine abgespeckte Version des DOS-Dateimanagers Xtree Gold der Firma Symantec Inc. zu programmieren, wusste ich nicht, was ich damit anrichten würde.

Innerhalb von 2 Tagen hatte ich die erste Version vorliegen, die von mir getestet wurde und zu der ich Verbesserungsvorschläge machte. Das Programm und die Programmtests wurden immer grösser und die von mir/uns entwickelten Funktionen immer ausgefeilter.

Plötzlich hatten wir ein Programm, mit dem man richtig gut arbeiten konnte und das uns besser gefiel als das Original.

Wir sahen gute Chancen auf dem Shareware-Markt und "FileMaster" war geboren. Es wurden sogar Artikel in Fachzeitschriften über unser Programm veröffentlicht, bekannte Shareware-Versender Pearl Agency und StarCom nahmen das Programm auf und im Laufe der Zeit wurde das Programm von (verhältnismässig) vielen Personen registriert.

Aus zeitlichen Gründen wurde die Entwicklung Ende 1997 eingestellt und mein grosser Traum von einer Version 4.0 mit der Unterstützung von langen Dateinamen begraben.



Wer sich den FileMaster mal ansehen will: Download (ZIP; ca. 500 KB)

Aufgrund eines Fehlers im Compiler von Borland Pascal stürzt der FileMaster auf schnellen Rechnern ab. Die EXE-Dateien müssen deshalb mit diesem Programm "behandelt" werden.

Wir begannen beide eine Ausbildung (Michael im Bankwesen, ich als Elektroniker) und mit der Zeit haben wir uns aus den Augen verloren.
Im Sommer 1999 beendete ich erfolgreich meine Ausbildung und begann endlich mit meinem Informatik-Studium, das ich bereits seit mehreren Jahren angestrebt hatte. Der Rest...ist Geschichte.


Nachtrag 25.03.2005
Bei meinem Eltern-Besuch zu Ostern in Ostfriesland habe ich Michael nach rund 8 Jahren wiedergesehen. Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Projekt.