TV und Kino: Horror-Realismus

Statistiken und Umfragen beweisen es: Wir gruseln uns gerne und deshab sind Grusel-/Horrorfilme bei vielen sehr beliebt.

Daran ist an sich nichts auszusetzen und viele Filmemache schaffen es auch durch gute Ideen Spannung zu erzeugen. Poltergeist, Halloween, The Blair Witch Project, um nur 3 Filme dieses Genres zu nennen.


Leider haben viele Filmemacher aber keinen Sinn für Realismus, was einen Film beim Publikum sehr schnell durchfallen lässt. Man darf übertreiben, von fliegenden Geistern und Reitern ohne Köpfe erzählen, solange es zumindest etwas realistisch bleibt.


Hier ein paar wichtige Regeln, um den "dümmsten Sterbeursachen" zu entgehen:


  • Wenn mir jemand schreiend mit einer Waffe, Kettensäge oder einem anderen Gegenstand entgegenrennt, frage ich nicht "Was wollen Sie?", sondern ich renne um mein Leben.

  • Wenn jemand deutlich größer ist als ich und er mit verdrehten Augen und ausgestreckten Armen auf mich zutorkelt, versuche ich nicht, ihm ein Gespräch aufzuzwingen, sondern ich renne um mein Leben.

  • Wenn ich in einem Haus, auf einer Insel oder in einem Wald von "Etwas" verfolgt werde und ich freundliche Menschen treffe, die mir waffenmäßig überlegen sind, verbünde ich mich mit ihnen und sehe sie nicht auch noch als meine Feinde an.

  • Wenn 3 Schüsse in den Kopf bei meinem Gegner keine Wirkung zeigen, schieße ich nicht weiter, sondern ich renne um mein Leben.

  • Wenn mir ein zähnefletschender Hund gegenübersteht, unterbreche ich sofort meine derzeitige Tätigkeit und renne um mein Leben.

  • Wenn Blut von einer Fahrstuhldecke tropft, betrete ich den Fahrstuhl nicht, um die Luke zu öffnen und nachzusehen, sondern ich renne um mein Leben.

  • Wenn ich in einem Haus, auf einer Insel oder in einem Wald von "Etwas" verfolgt werde, suche ich mir ein Messer, eine Stange oder einen Stock, um mich verteidigen zu können und ich versuche nicht, unbewaffnet meinen Gegner zu bekämpfen.

  • Wenn ich eine rote LCD-Anzeige sehe, die rückwärts laufende Sekunden anzeigt, werde ich mir keine Gewissheit verschaffen und nach einer Bombe suchen, sondern ich renne um mein Leben.

  • Wenn mein/e Freund/in nur noch einen halben Kopf hat oder sein/ihr Körper in zwei Hälften geteilt ist, verzichte ich auf die Erste Hilfe und renne um mein Leben.

  • "Wir suchen getrennt nach einem Ausweg." ist immer eine ganz schlechte Idee.


An alle Filmemacher: Bitte verzichtet auf diese Klischees und lasst Euch etwas einfallen. Es reichen meistens wenige "dumme" Szenen aus, damit ein Film beim Publikum durchfällt.


Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Niemand hätte Blade ernst genommen, wenn er vor seinen Feinden weggerannt wäre. Allerdings ist er auch (im Gegensatz zu den ganzen Teenies in Horrorfilmen) der Held des Films und darf das.